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Strukturierte Daten: Was Google auf Unternehmenswebsites auswertet

Strukturierte Daten erklärt: Welche Schema.org-Typen zählen, welches Format Google empfiehlt und wie du sie auf deiner Website prüfst.

Autor
Kienan Christmann
Veröffentlicht
October 18, 2026
Aktualisiert
October 18, 2026
Lesezeit
6
Min.

Was sind strukturierte Daten und wofür werden sie auf einer Unternehmenswebsite eingesetzt?

Strukturierte Daten sind ein standardisiertes Format, mit dem du Informationen zu einer Seite angibst und Seiteninhalte klassifizierst; Google nutzt sie, um Inhalte zu verstehen und sie als Rich-Suchergebnis in reichhaltigerer Form in den Suchergebnissen anzuzeigen [S4]. Auf einer Unternehmenswebsite machst du damit für Suchmaschinen maschinenlesbar, was ein Text für Menschen ohnehin beschreibt.

Technisch werden strukturierte Daten mittels In-Page-Markup codiert, also direkt im Code der jeweiligen Seite hinterlegt, und beschreiben deren Inhalt [S4]. Das ermöglicht es Google, Informationen über Personen, Bücher oder Unternehmen zu erfassen [S4]. Für eine Unternehmenswebsite bedeutet das zum Beispiel, dass Firmenname, Logo oder Kontaktdaten auch in einer strukturierten Form vorliegen, die eine Suchmaschine eindeutig zuordnen kann [S3].

Welche Arten von strukturierten Daten wertet Google aktuell für Rich Results aus?

Google wertet aktuell unter anderem strukturierte Daten für Artikel, Lokales Unternehmen, Organisation, Produkt, Profilseite und weitere Typen für Rich-Suchergebnisse aus [S3]. Grundlage dafür ist meist das Vokabular von schema.org [S4].

Die Übersicht der unterstützten Rich-Suchergebnis-Funktionen mit Stand 2026-06-24 listet diese Typen auf [S3]. Schema.org liefert die Begriffe, aber Google bestimmt, welche davon für welches Rich-Suchergebnis erforderlich, empfohlen oder optional sind [S4]. Für eine Unternehmenswebsite heißt das praktisch: Bevor du ein Markup einbaust, prüfst du in der Google-Dokumentation, ob der jeweilige Typ überhaupt zu einem sichtbaren Effekt in der Suche führt.

Welches Format empfiehlt Google für strukturierte Daten: JSON-LD, Microdata oder RDFa?

Google empfiehlt JSON-LD als Format für strukturierte Daten, akzeptiert aber auch Microdata und RDFa, solange das Markup gültig und korrekt implementiert ist [S4]. Für die meisten Projekte ist JSON-LD zudem am einfachsten zu pflegen [S4].

Die Wahl des Formats ist damit eine Frage der technischen Umsetzung, nicht der Wirkung in der Suche [S4].

Welche Schema.org-Typen sind für Unternehmenswebsites am wichtigsten, etwa Organization, LocalBusiness oder Product?

Organization-Schema ist für praktisch jede Unternehmenswebsite relevant, um Markenidentität wie Name, Logo, URL und Kontaktinformationen für Google zu definieren [S3]. LocalBusiness ergänzt das für Unternehmen mit physischem Standort oder Servicegebiet um Adresse und Öffnungszeiten [S3], Product-Schema wird für Unternehmen mit Produktseiten eingesetzt, um Preis, Verfügbarkeit und Bewertungen auszuzeichnen [S3].

Die Google-Search-Central-Übersicht mit Stand 2026-06-24 beschreibt Organisation als Informationen zu Logo, rechtsgültigem Namen, Adresse und Kontaktinformationen, die im Knowledge Panel erscheinen können, einem Infokasten neben den Suchergebnissen [S3]. Lokales Unternehmen umfasst Geschäftsinformationen mit Öffnungszeiten, Bewertungen und Wegbeschreibung, ebenfalls fürs Knowledge Panel [S3]. Produkt deckt Preis, Verfügbarkeit und Bewertungen ab [S3]. Für die meisten Unternehmenswebsites ist Organization damit der Einstieg; LocalBusiness kommt bei Standort oder Servicegebiet hinzu, Product, sobald es Produktseiten gibt.

Schema-TypRelevant fürZeigt in Google
OrganisationJede UnternehmenswebsiteLogo, Name, Kontaktdaten im Knowledge Panel [S3]
Lokales UnternehmenStandort oder ServicegebietÖffnungszeiten, Bewertungen, Wegbeschreibung [S3]
ProduktProduktseitenPreis, Verfügbarkeit, Bewertungen [S3]

Wie überprüft man, ob strukturierte Daten auf der eigenen Website korrekt und fehlerfrei eingebunden sind?

Mit dem Test für Rich-Suchergebnisse prüfst du eine öffentlich zugängliche Seite und siehst, welche Rich-Suchergebnisse anhand der enthaltenen strukturierten Daten erzeugt werden können, inklusive Fehler und Warnungen [S1]. Für die gesamte Website liefert der Bericht zu Rich-Suchergebnissen in der Google Search Console einen fortlaufenden Überblick über gültige und ungültige Elemente [S2].

Der Test für Rich-Suchergebnisse unterstützt strukturierte Daten in JSON-LD, RDFa und Microdata und listet erkannte Elemente mit ihren Problemen auf [S1]. Für eine einzelne Seite, die du gerade überarbeitet hast, eignet sich das zur Kontrolle. Die Search Console, ein Tool von Google zur Überwachung der eigenen Website in der Suche, zeigt in ihren Berichten pro Rich-Suchergebnistyp, wie viele gültige und ungültige Elemente Google auf der gesamten Website gefunden hat, inklusive kritischer Probleme und Verlauf über die Zeit [S2]. Das URL-Prüftool innerhalb der Search Console testet einzelne Seiten gezielt, wenn ein Fehler aus dem Gesamtbericht eingegrenzt werden soll [S2]. Für eine laufende Kontrolle nach einem Website-Relaunch ist damit die Kombination aus beiden Werkzeugen sinnvoll: der Rich-Suchergebnis-Test für den Check einzelner Seiten, die Search Console für die Überwachung über die Zeit.

Wie wirken sich Rich Snippets aus strukturierten Daten auf die Klickrate in den Suchergebnissen aus?

Strukturierte Daten können die Klickrate deutlich steigern: Rotten Tomatoes erzielte nach der Anreicherung von 100.000 Einzelseiten mit strukturierten Daten eine um 25 Prozent höhere Klickrate gegenüber Seiten ohne strukturierte Daten, Nestlé ermittelte für Seiten mit Rich-Suchergebnissen eine um 82 Prozent höhere Klickrate gegenüber Seiten ohne Rich-Suchergebnisse [S4].

Ein Rich-Suchergebnis ist eine Darstellung in der Google Suche, die über den klassischen blauen Link mit Textauszug hinausgeht [S4]. Dazu zählen etwa Sternebewertung, Preis oder Öffnungszeiten [S3]. Die beiden Beispiele zeigen unterschiedliche Effekte: Bei Rotten Tomatoes wurde die reine Anreicherung mit strukturierten Daten gemessen, bei Nestlé der Unterschied zwischen tatsächlich angezeigten Rich-Suchergebnissen und einfachen Treffern [S4]. Beide Zahlen stammen aus Fallstudien von Google und lassen sich nicht automatisch auf jede Branche übertragen.

Wie lange dauert es, bis Google neu eingebundene strukturierte Daten erkennt und in den Suchergebnissen anzeigt?

Google benötigt für neu eingebundene strukturierte Daten in der Regel einige Wochen, bis der neue Seitencode berücksichtigt wird und die Daten als Rich-Suchergebnis angezeigt werden können [S8].

Voraussetzung ist, dass Google die betroffene Seite zuvor erneut crawlt, also den Seiteninhalt erneut abruft und auswertet, und dass die strukturierten Daten dabei fehlerfrei und vollständig sind [S8]. Dass ein Rich-Suchergebnis danach tatsächlich erscheint, ist damit nicht sicher [S8]. Wer frisch eingebundenes Markup prüfen will, muss diese Wartezeit einplanen, bevor er von einem Fehler in der eigenen Umsetzung ausgeht.

Wie bindet man strukturierte Daten in eine Webflow-Website ein?

In Webflow hinterlegst du JSON-LD in den Seiteneinstellungen im Feld für strukturierte Daten. Auf CMS-Vorlagenseiten lässt sich dieses Feld mit einem CMS-Feld verknüpfen, sodass jeder Beitrag sein eigenes Markup bekommt – genau so ist dieser Blog aufgebaut. Prüfe das Ergebnis nach dem Veröffentlichen mit dem Test für Rich-Suchergebnisse.

Über die CMS API lassen sich Inhalte außerdem programmatisch erstellen und veröffentlichen; dabei unterscheidet Webflow zwischen vorbereiteten und veröffentlichten Inhalten, sodass Änderungen erst nach der Freigabe auf der Website sichtbar werden [S5].

Wie bindet man strukturierte Daten in einen Shopify-Shop ein?

In einem Shopify-Theme werden Inhalte strukturiert über Templates eingebunden, etwa das Artikel-Template im Verzeichnis templates des Themes [S6].

Bei JSON-Templates muss der zugehörige HTML- oder Liquid-Code in einer Section liegen, die vom jeweiligen Template referenziert wird [S6]. Liquid ist die Template-Sprache, mit der Shopify-Themes Inhalte in HTML einfügen.

FAQ

Häufige Fragen

Kurze Antworten auf das, was zu diesem Thema am häufigsten gefragt wird.

Muss eine Seite online sein, um sie mit dem Test für Rich-Suchergebnisse zu prüfen?

Ja, der Test für Rich-Suchergebnisse von Google prüft öffentlich zugängliche Seiten und zeigt anhand der enthaltenen strukturierten Daten, welche Rich-Suchergebnisse möglich sind, inklusive Fehlern und Warnungen [S1].

Was bedeutet das Staged- und Live-System der Webflow CMS API?

Es unterscheidet zwischen gestaffeltem Content, der vorbereitet, aber noch nicht sichtbar ist, und veröffentlichtem Content, der live auf der Website erscheint, sodass sich Änderungen an Collections vor der Veröffentlichung prüfen lassen [S5].

Was passiert, wenn ein Shopify-Theme ein JSON-Template verwendet?

Bei JSON-Templates muss der zugehörige HTML- oder Liquid-Code in einer Section enthalten sein, die vom Template referenziert wird, statt direkt im Template selbst zu stehen [S6].

Muss für die Suche mit generativer KI zusätzliches schema.org-Markup ergänzt werden?

Nein, laut Google Search Central sind strukturierte Daten für die Suche mit generativer KI nicht erforderlich, und es gibt kein spezielles schema.org-Markup, das dafür ergänzt werden muss [S7].

Kienan Christmann
Kienan Christmann
Gründer von AUDAX
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Kienan Christmann
Kienan Christmann
Gründer von AUDAX · Webflow Certified Partner

Baut seit 2022 Websites, Shops und Automationen für inhabergeführte Unternehmen, mit Fokus auf saubere Technik, die das eigene Team pflegen kann.

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